Brennauer mit Bronze-Medaille im EZF

Lisa Brennauer (Ceratizit-WNT Pro Cycling)  gehört auf Bahn und Straße zu den weltbesten Radsportlerinnen und unterstrich das gestern beim EM-Zeitfahren in Trento. Fünf Wochen nach ihrem Olympiasieg in der Mannschaftsverfolgung gewann Brennauer die Bronzemedaille im Einzelzeitfahren, mit einem Rückstand von 1:02 Minuten auf die starke Schweizerin. 

Den 22,4 km langen Kampf gegen die Uhr in der Eliteklasse der Frauen gewann die Schweizerin Marlen Reusser, die als vorletzte Starterin ins Rennen ging und auf den letzten Kilometern die vor ihr gestartete Lisa Brennauer auffuhr. Doch die Deutsche Meisterin ließ sich davon nicht irritieren, fuhr ihr Tempo und wurde mit Bronze belohnt. Zwischen Reusser und Brennauer schob sich noch Vorjahressiegerin Ellen van Dijk, die 19 Sekunden auf die Schweizerin verlor.

„Lisa wusste, dass Reusser von hinten kommt, wir hatten sie über Funk informiert. Nachdem sie aufgefahren war, war das für Lisa noch mal ein Ansporn, dran zu bleiben und Vollgas zu fahren“, sagte Bundestrainer André Korff, der sehr zufrieden mit dem Abschneiden seiner Fahrerinnen war. „Sie haben gezeigt, dass sie zur Weltspitze gehören, sind beide ein sehr starkes Rennen gefahren.“

„Ich freue mich riesig über diese EM-Medaille,“ jubelte Lisa Brennauer nach der Siegerehrung. „Damit hatte ich echt nicht gerechnet,“ sagte sie. „Nach Olympia hatte ich eine kleine Pause, dann wurde ich krank und konnte nicht trainieren, musste die Ladies Tour absagen und bin die Vuelta gefahren, wo ich mich sehr schwertat.“ Sie habe nicht genau gewusst, wo sie steht, als sie nach Italien reiste. „Mir war klar, dass meine Form nicht weg war, aber wie lange es dauern würde, bis ich wieder voll da sein würde, das wusste ich nicht. Es gab viele Fragezeichen, aber ich habe mir keinen Druck gemacht.“

Den EM-Erfolg feiern kann sie nicht, denn schon über morgen sitzt wie wieder im Sattel, fährt das Straßenrennen. Dort sieht sie aber Liane Lippert eher in einer Favoritenrolle. „Liane ist super in Form. Ich würde mich freuen, wenn ich sie unterstützen kann. Sie hat schon so viel für mich getan,“ sagt Brennauer.

 

(Text: BDR/rad-net)

 

 

 

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