Aktuelle Corona-Regelungen im Radsportbetrieb ab 08.07.2020

Datum Aktualisierung Änderung
10.07.2020 (10:45 Uhr)

Aktualisierung der 6. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung mit weiteren Lockerungen für den Sport, gültig ab 08.07.2020.

Die neue Fassung der Rechtsverordnung enthält im Sport keine Distanzregelungen mehr. Sport mit Körperkontakt in festen Trainingsgruppen ist somit möglich, wenn eine Kontaktdatenerfassung gem. Rahmenhygienekonzept Sport erfolgt.

Wettkämpfe in kontaktfreien Sportarten sind unter Voraussetzungen im Freien wieder ohne genau bezifferte Teilnehmerbeschränkung möglich.

Wettkämpfe in Hallen (kontaktfreier Sport) sind ebenfalls möglich (max. 50 Personen). Dies gilt nicht für Sportarten mit Körperkontakt, für die nur Training erlaubt ist.

Die Veröffentlichung des überarbeiteten Rahmenhygienekonzepts Sports in Bayern durch das Ministerium ist noch ausstehend (Stand 10.07.2020, 10:15 Uhr). Die entsprechenden Infos werden veröffentlicht sobald bekannt. Ggf. folgen damit weitere Änderungen.

Wichtige Unterlagen:

Was ist in Bayern beim Sporttreiben im Radsportverein erlaubt, auf was muss besonders geachtet werden?

Zusammenfassung:

Die bisherigen Gegenüberstellungen sind weitgehend obsolet geworden, da durch die Änderung der 6. Bay. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung Sport ab 08.07.2020 wieder weitgehend erlaubt ist. Es wird nachfolgend auf den Verordnungstext verwiesen, der nun wegen der Kürze recht verständlich ist.

Der Verordnungstext (§9 Sport) ist abrufbar unter nachfolgendem Link: Änderung der 6. Bay. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 07.07.2020

Die Anpassung des Rahmenhygienekonzepts (Nutzung Sanitäranlagen, Hallenauslastung, Lüftung, Pausenzeiten etc.) steht noch aus (Stand 10.07.2020, 10:15 Uhr).

Aktuelle Regelungen gültig vom 08.07.2020 bis voraussichtlich 19.07.2020

Keine Distanzregel mehr während des Sporttreibens

Training in Kontaktsportarten ist erlaubt

Der Trainingsbetrieb in festen Trainingsgruppen ist ab dem 8. Juli 2020 wieder mit Körperkontakt zulässig. Voraussetzung ist hierfür, dass für eine Nachverfolgbarkeit von möglichen Infektionsketten in festen Trainingsgruppen trainiert wird. Dies gilt nicht außerhalb des Sporttreibens bspw. beim Pause machen, in der Umkleidekabine, WC-Anlage etc. siehe nachfolgender Punkt „Hygiene“. Die Veröffentlichung des überarbeiteten Rahmenhygienekonzepts Sports in Bayern durch das Ministerium ist noch ausstehend (10.07.2020). Die entsprechenden Infos werden veröffentlicht sobald bekannt. Ggf. folgen damit weitere Änderungen.

Unter den in § 9 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b der 6. BayIfSMV genannten „festen Trainingsgruppen“ werden die im organisierten Sportbetrieb vorhandenen Mannschaften, Kursgruppen, etc. verstanden. Der Trainingsbetrieb mit Körperkontakt in losen, nicht auf einen klar definierten Personenkreis beschränkten und von zur Kontaktnachverfolgung nicht erfassten Personen ist nichtzulässig.

Gruppengröße im Training

Die fixe, zahlenmäßige Begrenzung der Gruppengröße gilt nicht mehr.

Indoor gilt beim Training jedoch weiterhin:

Die maximale Personenzahl muss individuell festgelegt werden, wobei unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen sind. Maßgeblich sind neben dem Raumvolumen und den raumlufttechnischen Anlagen und deren Leistungsfähigkeit u. a. auch Art und Intensität des vorgesehenen Sportbetriebs.

Dies kann nur im Einzelfall und vor Ort geschehen. Eine exakte Berechnungsmethode oder eine „Faustregel“ zur Festlegung der maximal zulässigen Personenzahl können aufgrund der jeweils einzelfallbezogenen, zu betrachtenden Umstände nicht an die Hand gegeben werden.

Indoor sollte der Außenluftanteil so weit wie möglich erhöht werden (Lüften so viel es geht!)

Hygiene

Die Veröffentlichung des überarbeiteten Rahmenhygienekonzepts Sports in Bayern durch das Ministerium ist noch ausstehend (10.07.2020). Die entsprechenden Infos werden veröffentlicht sobald bekannt. Ggf. folgen damit weitere Änderungen.

Standort- und sportartspezifisches Schutz- und Hygienekonzept ist zu erstellen und Einhaltung zu kontrollieren. Dies gilt nicht bei Freiluftsportanlagen, sofern lediglich gesonderte WC-Anlagen (ohne Duschen und Umkleiden) in geschlossenen Räumen geöffnet werden.

    • Für Indoorsportanlagen (geschlossene Räumlichkeiten) hat das Schutz- und Hygienekonzept zwingend auch ein Lüftungskonzept zu enthalten.
      • Gruppenbezogene Trainingseinheiten und -kurse werden Indoor auf höchstens 60 Minuten begrenzt. Unter Einhaltung der Pausenregelungen und Lüftungsvorgaben (ausreichender Frischluftaustausch) ist es möglich, dass eine Trainingsgruppe auch mehrere Einheiten von 60 Minuten durchführt.
    • Trainer und Sporttreibende sind über Schutz- und Hygienekonzept zu informieren.
    • Sporttreibenden werden ausreichend Waschgelegenheiten, Flüssigseife und Einmalhandtücher bereitgestellt (gilt natürlich hauptsächlich Indoor, wo häufig Gegenstände, z.B. Türklinken etc. berührt werden; Waschbecken sind in der Regel dort vorhanden). Sanitäre Einrichtungen sind mit Seifenspendern und Einmal-handtüchern auszustatten. Die Teilnehmer sind mittels Aushängen auf die regelmäßige Händehygiene hinzuweisen.
    • Eine Dokumentation mit Angaben von Namen und sicherer Erreichbarkeit (Telefonnummer oder E-Mail-Adresse bzw. Anschrift) einer Person je Hausstand und Zeitraum des Aufenthaltes ist zu führen. Die Dokumentation ist so zu verwahren, dass Dritte sie nicht einsehen können und die Daten vor unbefugter oder unrechtmäßiger Verarbeitung und vor unbeabsichtigtem Verlust oder unbeabsichtigter Veränderung geschützt sind. Die Daten sind nach Ablauf eines Monats zu vernichten.

 

  • Hygieneregeln einhalten
    • Häufigeres Händewaschen
    • Im Rahmen des Krafttrainings werden die Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen besonders konsequent eingehalten und die Geräte nach der individuellen Nutzung desinfiziert
    • Die Nutzer von Sportanlagen sind darauf hinzuweisen, dass sie außerhalb des Trainings in geschlossenen Räumlichkeiten, insbesondere beim Durchqueren von Eingangsbereichen, bei der Entnahme und dem Zurückstellen von Sportgeräten, sowie in Sanitärbereichen (WC-Anlagen), weiterhin eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen haben.

Duschen und Umkleiden

Duschen und Umkleiden dürfen ab dem 22.06.2020 wieder geöffnet werden. Dabei ist auf Verlangen ein Hygieneschutzkonzept vorzulegen. Andererseits ist eine Kontaktdatenerfassung mit gesicherter Erreichbarkeit der Sportanlagennutzer notwendig. Eine Vorlage dazu ist unter folgendem Link zu finden: https://bayernsport-blsv.de/coronavirus/
Nach dem Rahmenhygienekonzept Sport sind folgende Schutzmaßnahmen zu beachten:

    • Mindestabstände, z. B. durch die Nicht-Inbetriebnahme von jedem zweiten Waschbecken, Pissoir, Dusche
    • Zwischen Waschbecken und Duschen ist ein wirksamer Spritzschutz erforderlich
    • In Mehrplatzduschräumen müssen Duschplätze deutlich voneinander getrennt sein
    • Die Lüftung in den Duschräumen sollte ständig in Betrieb sein, um Dampf abzuleiten und Frischluft zuzuführen
    • Die Stagnation von Wasser in den außer Betrieb genommenen Sanitäranlagen ist zu vermeiden
    • Haartrockner dürfen benutzt werden, wenn der Abstand zwischen den Geräten mindestens 2 Meter beträgt. Die Griffe der Haartrockner müssen regelmäßig desinfiziert werden. Die Nutzung von sog. Jetstream-Geräte ist nicht erlaubt
    • Maskenpflicht in den Umkleide- und WC-Anlagen

Fahrgemeinschaften

Fahrgemeinschaften dürfen gebildet werden. Sollten Personen nicht nur des eigenen Hausstandes mitfahren, wird jedoch dringen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung angeraten.

Wettkampfbetrieb

Der Wettkampfbetrieb für kontaktlose Sportarten an der frischen Luft, im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportstätten, sowie in geschlossenen Räumen ist zulässig, sofern die folgenden Voraussetzungen vorliegen:

  • Schutz- und Hygienekonzept liegt vor
  • kontaktfreie Durchführung
  • konsequente Einhaltung der Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei gemeinsamer Nutzung von Sportgeräten
  • Vermeidung von Warteschlangen beim Zutritt zu oder Verlassen von Anlagen
  • in geschlossenen Räumlichkeiten, insbesondere beim Durchqueren von Eingangsbereichen, bei der Entnahme und dem Zurückstellen von Sportgeräten sowie bei der Nutzung von Umkleiden und WC-Anlagen besteht Maskenpflicht
  • keine besondere Gefährdung von vulnerablen Personen
  • Bei Wettkämpfen (kontaktloser Sport) in geschlossenen Räumen sind höchstens 50 Personen (Wettkampfteilnehmer und Funktionspersonal) zugelassen; sofern allen anwesenden Personen gekennzeichnete Plätze oder klar voneinander abgegrenzte Aufenthaltsbereiche zugewiesen werden können, bei denen der Mindestabstand immer eingehalten werden kann, sind höchstens 100 Personen zugelassen.
  • Für Wettkämpfe im Freien bei kontaktlosen Sportarten gilt: Die zwingende Einhaltung des allgemeinen Abstandsgebotes wird seit dem Inkrafttreten der 6. BayIfSMV am 22.06.2020 nicht mehr vorgegeben. Gegen die Unterschreitung des Mindestabstandes bei der Sportausübung bestehen deshalb grundsätzlich keine Einwände. Dessen ungeachtet muss außerhalb des Sporttreibens wo immer möglich (Anmeldung, Nummernausgabe, Verpflegung, Toilette, Umkleidekabine etc.) ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten, sowie eine Maske getragen werden. Als kontaktloser Sport gelten: Straße, Bahn (außer Madison, da Körperkontakt) Querfeldein, MTB, BMX-Race, BMX-Freestyle, Trial, Einrad (außer Paar- und Gruppen-Kür mit Körperkontakt)

Wettkämpfe im Rahmen von Kontaktsportarten (Radball, Radpolo, Kunstrad 2-er und 4-er, Bahn-Madison) sind weiterhin nicht gestattet. Es darf aber in diesen Disziplinen in festen Gruppen wieder mit Körperkontakt trainiert werden.

Für alle Wettkämpfe sollten in Absprache mit den jeweiligen Behörden vor Ort Hygienekonzepte erstellt werden. Muster:  BDR Organisations- und Hygienekonzept für Radsportveranstaltungen

Zuschauer

Zuschauer sind im Trainings-und Wettkampfbetrieb nicht zugelassen. Dessen ungeachtet dürfen Eltern ihre minderjährigen Kinder beispielsweise zum Training und zu den Wettkämpfen bringen und auch eine Begleitung während des Trainings/Wettkampfes durch einen Elternteil scheint vertretbar. Hierbei müssen aber stets die allgemeinen Regelungen der 6. BayIfSMVwie z. B. das Abstandsgebot und das Ansammlungsverbot beachtet werden.

Angehörige von Risikogruppen besonders schützen

Risiken in allen Bereichen minimieren.

Ausschluss vom Sportbetrieb für:·          

    • Personen mit Kontakt zu COVID-19-Fällen in den letzten 14 Tagen
    • Personen mit unspezifischen Allgemeinsymptomen und respiratorischen Symptomen jeder Schwere
    • Sollten Nutzer von Sportstätten-/Sportanlagen während des Aufenthalts Symptome entwickeln, haben diese umgehend das Sportgelände zu verlassen.
    • Betreiber und Veranstalter kommunizieren die Notwendigkeit der Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen. Gegenüber Personen, die die Vorschriften nicht einhalten, wird konsequent vom Hausrecht Gebrauch gemacht.

Der Stufenplan für weitere Lockerungen sieht folgendes vor:

•Stufe 2 (gilt ab dem 22.06.2020):

  • Wiederaufnahme des Lehrgangsbetriebs (Aus- und Fortbildungen)
  • Öffnung von Hallenbädern unter strengen Auflagen

Stufe 3 (gilt ab dem 08.07.2020):

  • Wettkampfbetrieb für kontaktlos betriebene Sportarten im Indoorbereich
  • Wiederaufnahme des Sport- und Trainingsbetriebs von Sportarten mit Kontakt

Stufe 4:

  • Wiederaufnahme des Wettkampfbetriebs von Sportarten mit Kontakt
  • Sportveranstaltungen im Freien bzw. in Hallen/Räumen mit Zuschauern

Eine genaue Terminierung steht hinsichtlich der Stufen aktuell noch nicht fest.

 

Genauer Wortlaut der

Sechsten Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung §9:

(1) Sportausübung ist unter Einhaltung der folgenden Voraussetzungen zulässig:

1. Der Sport ist kontaktfrei durchzuführen; dies gilt nicht

a) für das Training der Berufssportlerinnen und Berufssportler sowie der Leistungssportlerinnen und Leistungssportler der Bundes- und Landeskader,

b) unter der Voraussetzung einer Kontaktdatenerfassung gemäß Rahmenhygienekonzept Sport für das Training in festen Trainingsgruppen; dabei darf die Trainingsgruppe in Kampfsportarten höchstens fünf Personen umfassen,

c) für ärztlich verordneten Rehabilitationssport und Funktionstraining nach § 64 Abs. 1 Nr. 3 und 4 SGB IX.

2. Die Anwesenheit von Zuschauern ist ausgeschlossen.

3. Für den Sportbetrieb in Sportstätten sowie in Fitness- und Tanzstudios ist ein auf den jeweiligen Standort und Wettkampf zugeschnittenes Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines von den Staatsministerien des Innern, für Sport und Integration und für Gesundheit und Pflege bekannt gemachten Rahmenkonzepts auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen; dies gilt nicht bei Freiluftsportanlagen, sofern lediglich gesonderte WC-Anlagen (ohne Duschen und Umkleiden) in geschlossenen Räumen geöffnet werden.

4. Bei Wettkämpfen in geschlossenen Räumen sind höchstens 50 Personen (Wettkampfteilnehmer und Funktionspersonal) zugelassen; sofern allen anwesenden Personen gekennzeichnete Plätze oder klar voneinander abgegrenzte Aufenthaltsbereiche zugewiesen werden können, bei denen der Mindestabstand immer eingehalten werden kann, sind höchstens 100 Personen zugelassen.

5. Für den Theorieunterricht im Lehrgangsbetrieb gelten die Regelungen des § 17 Abs. 2 entsprechend.

(2) Der Spiel- und Trainingsbetrieb in Profiligen und im DFB-Pokal ist zulässig, wenn

1. die Anwesenheit von Zuschauern ausgeschlossen ist und nur solche Personen Zutritt zur Sportstätte erhalten, die für den Spielbetrieb oder die mediale Berichterstattung erforderlich sind,

2. der Veranstalter geeignete Vorkehrungen trifft, damit im unmittelbaren Umfeld der Sportstätte keine Veranstaltung oder unerlaubte Versammlung stattfindet und sich auch keine sonstige Ansammlung von Personen bildet, denen der Zutritt nach Nr. 1 nicht gestattet ist,

3. ein Schutz- und Hygienekonzept des Veranstalters zur Minimierung des Infektionsrisikos den Staatsministerien des Innern, für Sport und Integration und für Gesundheit und Pflege zur Billigung vorgelegt wurde und beachtet wird.

 

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