Bayerischer Radsportverband e.V.

PASSION RADSPORT IN BAYERN

Der BRV

 

Unser Profil

Der Bayerische Radsportverband ist der zweitgrößte Landesverband im Bund Deutscher Radfahrer mit insgesamt  405 Vereinen mit 22.930 Mitgliedern (Stand 31.12.2014). Der Bayerische Radsportverband vertritt die Interessen der Radsportler als Mitglied im Bayerischen Landessportverband (BLSV).
Sowohl im Bereich  Leistungssport als auch im Freizeit- und Breitensport  bietet der BRV über seine Vereine, eine auf alle Alters- und Leistungsklassen zugeschnittenes, jahresübergreifendes Angebot an Jedermann.
Da Millionen von Bürgern in  Bayern begeistert Radfahren, betrachten wir  unsere Aufgaben sehr breit gefächert und sehen unser Betätigungsfeld nicht nur in der Pflege und Förderung des Radsports sondern auch in der Vertretung nach außen.

Der Leistungssport  mit den Sparten

Rennsport Straße, Bahn und Querfeldein
BMX
Mountainbike
Radball/Radpolo
Kunstradfahren
Trial
Einrad

sowie der Breiten- und Freizeitsport mit

Radwandern
sportlichem Radtourenfahren
und dem Erwerb des Deutschen Radsportabzeichens

gehören zu unserem breit gefächertem Angebot.

Für diese Sparten erfüllt der BRV folgende Aufgaben:

Förderung aller Sparten des Radsports

Nachwuchsförderung in Vereinen und Schulen

Vertretung bei Behörden und übergeordneten Verbänden wie BDR , BLSV etc.

 

Vision und Ziele

Der Bayerische Radsportverband ist integrierter Bestandteil des Bundes Deutscher Radfahrer. Alle leistungssportlichen Bemühungen sind mit dessen Strukturen und Maßnahmen vernetzt. Konzeptionelle Überlegungen des BDR finden ihre regionale Umsetzung in unserem Landesverband (BRV).
Der BRV als verantwortungsvoller Partner seiner Mitgliedsvereine organisiert erfolgreich den Sportbetrieb, führt hochqualifizierte Aus- und Fortbildungsprogramme durch und steht uneingeschränkt zu professioneller Nachwuchsförderung. Zudem bedient sich der Verband auf allen Ebenen der modernsten Kommunikationsmittel und stellt sich bewusst  den zeitgemäßen Themen.
Der Radsport in Deutschland befindet sich im Umbruch. Nachdem der Fokus über viele Jahre dem Profisport galt, muss sich der Radsport  nun neuen Herausforderungen stellen. Der BRV und seine Vereine müssen das Vertrauen insbesondere der jungen Sportler zurückgewinnen.
Es ist die erklärte Absicht des BRV, der gesamten Talentfindung, der Talentpflege und der Talententwicklung einen strukturellen Rahmen zu geben und diese inhaltlich, organisatorisch und finanziell zu fördern.

▪  Dabei stehen die  Kinder/Jugendlichen und ihre Bedürfnisse  im Mittelpunkt  unserer Nachwuchsförderung.

▪  Das Miteinander, der offene Meinungsaustausch und der Teamgedanke stehen im Vordergrund.

▪  Alle handelnden Personen identifizieren sich mit der Passion Radsport in Bayern

Dabei versteht sich der BRV als Focus aller an einer Entwicklung des Radsports interessierten Personen, Vereinen und Institutionen des Landes Bayern. In diesem Sinne ist es Aufgabe des BRV die Unterstützung des Landes Bayern, des Landessportbundes Bayern einschließlich der anderen Strukturen des Bayerischen Sports wie dem Olympiastützpunkt Bayern, der Bayerischen Sportjugend und Teile der Bayerischen Wirtschaft  zu bündeln und in sportliche Leistung um zusetzten.

Maßstab der Leistungsfähigkeit des BRV ist die Integration seiner Sportler in die Kaderkreise des Spitzenverbandes, was eine Orientierung zunächst an der nationalen Spitze und mit wachsendem Trainingsalter an der Weltspitze bedeutet. In diesem Sinne sind die Olympischen Spiele die höchste Herausforderung für alle leistungssportlichen Anstrengungen des BRV in den jeweiligen Planungsperioden. Jenen Aktiven, die in einer deutschen Mannschaft Bayern zu Olympia vertreten können, gilt unsere ganze Aufmerksamkeit.

Die Vereine im BRV erwarten von uns eine Gesamtleistung. Dies können wir nur erfüllen wenn wir unsere daraus resultierenden  Ziele jährlich neu definieren und die Inhalte  so konkret formulieren, dass sie sich in regelmäßigen Abständen messen  und gegebenenfalls korrigieren lassen. 


Langfristige Ziele

Die Vereine im BRV erwarten von uns eine Gesamtleistung. Diese Ansprüche an eine strukturierte, leistungsfähige Organisation basieren auf den 4 wesentlichen Kriterien

Zuverlässig                 Offen               Dynamisch                Innovativ

Zielvereinbarungen  „SMART“

Passion Radsport versteht sich als modernes Dienstleistungsprogramm mit dem Ziel, die aktive Zusammenarbeit zwischen Verband, Bezirken, Vereinen und Mitgliedern zu fördern.

Smart steht für:

Spezifisch:       es wird konkret beschrieben, was erreicht werden soll bzw. erreicht werden muss

Messbar:        es wird eine Messgröße oder ein Sollzustand definiert mit der oder mit dem die Erreichung des Zieles festgestellt werden kann.

Aktiv:              der Zielnehmer muss die Zielerreichung beeinflussen können

Realistisch:     Ziele  müssen anspruchsvoll aber erreichbar sein.  

Terminiert:      die Zielerreichung  ist  an eine zeitliche Festlegung gebunden.

Diese Jahresziele werden innerhalb des Präsidiums besprochen und mit den  Fachwarte und Trainer abgestimmt.
Dabei stehen die mittel- und langfristigen vom Staat geförderten olympischen  Disziplinen im Vordergrund. Wegen der komplexen Kaderstruktur ist der Trainerstab seit 2010 erheblich gewachsen und den wesentlichen Aufgaben gerecht zu werden.

♦ Förderung
♦  Olympischen Disziplinen im BRV 
♦  Kaderstruktur            

 

Das Präsidium:

Übergeordnet über alle Trainer steht das Präsidium, es ist Arbeitgeber und weisungsbefugt für
alle Trainer. Es ist verantwortlich für die Vertragsgestaltungen und Zuteilung der materiellen und
finanziellen Mittel für die einzelnen Disziplinen und deren Aufgabenbereiche. Verantwortlich für
die Aufstellung der erforderlichen Budgetmittel und die Einhaltung des jeweiligen vom Verbandtag
genehmigten Budgets sind die Fachwarte in enger Abstimmung mit den Trainern. Direkte
Ansprechpartner für die Trainer sind der Vizepräsident Leistungssport und die Fachwarte.

Aufgaben des Landesverbandstrainers:

Die Landesverbandstrainer haben eine komplexe Leitungsfunktion, sie haben
mehrere Trainer in den einzelnen Disziplinen oder an den Stützpunkten zu koordinieren
und sportbezogen Vorgaben, Kadernominierungen bzw. Absprachen mit den anderen
Trainern, mit den Fachwarten und dem Präsidium zu kommunizieren.

Im Folgenden wird die Kaderstruktur im Bayerischen Radsportverband und Aufgaben der Trainer skizziert. Eine ausführliche Erläuterung   der olympischen Disziplinen im Bayerischen Radsportverband finden sie in den Kaderstrukturen des BRV ab 2015. Sie dient Vereinen Eltern und Sportlern die Zuständigkeiten, Nominierungskriterien und Fördermöglichkeiten einzusehen.

Kaderpyramide des BRV

Altersklassenstruktur und Kaderpyramide
Im Radsport werden in den  Straße / Bahn / BMX / MTB Disziplinen die Wettkämpfe mit mehreren Teilnehmern ausgeführt. Dem Alters- und Entwicklungsstand entsprechend wird bei den Wettkämpfen nach Altersklassen aufgeteilt. Pro Altersklasse werden zwei Jahrgänge im Nachwuchsbereich zusammen gewertet.

Tabelle: Altersklassen
Alter  9 / 10    11 / 12   13 / 14   15 / 16   17 / 18   19 - 23   > 23 
Altersklasse  U11  U13  U15   U17   U19   U23  Elite
 Kader       D1 / D2   D3 / D4  D/C / CJ   C, B, A (O)  C,  B, A, O

Dem Alter entsprechend werden verschiedene Aufgaben dem betreuenden Personal zugeordnet. Diese Aufgaben sind in der Sportwissenschaft mit den verschiedenen Ausbildungsetappen des “Langfristigen Leistungsaufbau” beschrieben. 
 


Erläuterung der Kaderpyramide

Im Nachwuchsleistungssport ist der Höhepunkt die Junioren-Weltmeisterschaft (J-WM), sie befindet sich in der Ausbildungsetappe “Anschlusstraining”. Bis zur J-WM wird der Nachwuchsleistungssport im Landesverband gefördert und auf den darauffolgenden Hochleistungssport vorbereitet.
Förderung der Kader durch den Bayerischen Radsportverband
Der Bayerische Radsportverband hat mehrere qualifizierte Trainer angestellt. Deren Hauptaufgaben sind die Talentsichtung und die Talentförderung. Sie sind für die Organisation und  Betreuung von Lehrgängen, Trainingslager und zur Wettkampfbetreuung zuständig. Sie sind für die Berufung in den Bayernkader und Nominierung für die Maßnahmen verantwortlich.
Aus den besten D-Kadern berufen die zuständigen Trainer die Sportler in den Bayernkader. Hier wird zwischen einen A-Bayernkader und einen B-Bayernkader. Je nach Qualität der Jahrgänge werden die Anzahl der Bayernkader durch die Landesverbandstrainer jährlich festgelegt.
Sportlich besonders talentierten Schülern wird an der Bertolt-Brecht-Schule die Möglichkeit gegeben, die Ausübung ihrer Sportart und ihre schulische Ausbildung optimal miteinander zu verbinden. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde in Bayern im Schuljahr 98/99 das Projekt "Partnerschulen des Leistungssports" ins Leben gerufen. Seit dem September 2012 ist die Bertolt-Brecht-Schule in Nürnberg durch den DOSB als Eliteschule des Sports anerkannt. Die Leistungssportklassen gibt es an der Bertolt-Brecht-Schule seit 1998. Sie umfassen Klassen aller drei Schularten (Mittelschule, Realschule, Gymnasium). In jeder Schulart und in jeder Jahrgangsstufe gibt es eine Leistungssportklasse mit Schülern aus allen angebotenen Sportarten.

Angeboten werden die Jahrgangsstufen:
5 bis 11 in der Mittelschule,
5 bis 10 in der Realschule,
5 bis 12 im Gymnasium.

Im Gymnasium ist die Flexibilisierung der Oberstufe auf drei Jahre möglich. Hierzu sind besondere sportliche Voraussetzungen möglich.
Zu den Sportarten in denen momentan Schüler aufgenommen werden gehören ab der 5. Klasse: Badminton, Fechten (Säbel), Fußball, Judo, Leichtathletik, Radsport, Schwimmen und Taekwondo.
ab der 7. Klasse: Golf, Hockey, Ringen und Triathlon.
In den Sportarten Basketball, Handball, Eishockey, Rhythmische Sportgymnastik und Tennis befinden sich noch Schüler im Projekt, die auch von ihrem Verband weiterhin betreut werden.
Neuaufnahmen sind jedoch in diesen Sportarten momentan nicht möglich.

Die sportlichen Erfolge der Schüler werden inzwischen bundesweit beachtet, egal ob es sich um Schulwettkämpfe, Vereinsturniere oder bayerische, deutsche oder internationale Meisterschaften handelt. Fahrschüler kommen täglich aus  ayreuth, Bamberg, Neumarkt und Weißenburg. Damit herausragende Begabungen aus ganz Bayern in Zukunft in Nürnberg gefördert werden können, ist es gelungen mit dem Sportinternat St. Paul in Schulnähe, ein Wohnheim mit sozialpädagogischer Betreuung zu finden. (Aufnahme ab 14 Jahren).
Ab dem Schuljahr 2015/2016 wird die Eliteschule des Sports durch die staatliche Lothar-von-Faber- Fachhochschule Nürnberg erweitert. Somit wird auch Fachoberschülern nach dem Erwerb der mittleren Reife die Möglichkeit geboten, Schule und Ausbildung mit dem Leistungssport in Einklang zu bringen.
An 91 Bayerischen Schulen bestehen Sportarbeitsgemeinschaften mit Mitgliedsvereinen des Bayerischen Radsportverbandes. Im Rahmen des Unterrichts "Sport nach 1" sitzen allwöchentlich mehr als 2000 Schüler auf dem Fahrrad, über 800 nahmen an Regional- und Landeswettbewerben teil. Näheres dazu unter www.bikepoolbayern.de


Im Fokus

Im Mittelpunkt unserer Arbeit im BRV stehen Talente, die nach sportlichen Höchstleistungen und Erfolgen streben. Mit der Nachwuchsförderung stehen wir in der  Verantwortung, die Begabungen unserer jungen Talente zu fördern. Der BRV fördert deshalb den leistungsorientierten Nachwuchs mit dem eindeutigen Bekenntnis zu den ethischen Prinzipien eines humanen Leistungssports ohne Leistungsmanipulation. Bei der Doping-Prävention ist die Aufmerksamkeit auf den leistungsorientierten  Nachwuchs gerichtet; sie gilt aber auch für alle Alters- und Leistungsklassen.
Eingebunden in die Präventionsarbeit ist der/die Anti-Doping-Beauftragte der die Präventions- und Ausbildungsarbeit  mit den Sportlern in den Vereinen fortführt.
Eingebunden ist auch der Freizeit- und Breitensport, da gerade im Freizeit- und Breitensport ist die Aufklärung sehr wichtig, um nicht nur die Fairness des Wettkampfes zu wahren, sondern vor allem vor gesundheitlichen Schäden durch Doping und Medikamentenmissbrauch zu schützen.