Bayerischer Radsportverband e.V.

PASSION RADSPORT IN BAYERN

Bericht vom Verbandsjugendtag 2017

Zur diesjährigen Sitzung des Verbandsjugendausschusses (Verbandsjugendtag) konnte Verbandsjugendleiter Toni Hornung am 14. Januar 2017 in der Bezirkssportanlage Ingolstadt neben der Mädchenbeauftragten Anna Beyer und seinem Stellvertreter Gernot Körber die Bezirksjugendleiter bzw. im Falle Niederbayern den Bezirksvorsitzenden Josef Stöckl in Vertretung seines Jugendleiters Simon Altmannshofer begrüßen. Damit war die Vorgabe des BRV erfüllt, dass die Teilnahme am Verbandsjugendtag eine der Voraussetzungen für die volle Auszahlung der Bezirksumlage ist.

Der Bericht des VJL lag in schriftlicher Form vor und wurde vorab auf der Homepage veröffentlicht. Aus den Berichten der Bezirksjugendleiter ging hervor, dass in allen Bezirken kräftig daran gearbeitet wird, dem ständigen Rückgang der jungen Mitglieder in den Vereinen entgegenzuwirken. Mit verschiedensten Maßnahmen wird die Arbeit der Vereine unterstützt.

Die Aussprache zum Bericht des VJL, aber auch zu den Berichten der Bezirksjugendleiter löste eine lebhafte Diskussion aus und es wurden Möglichkeiten erörtert, die Situation im BRV weiter zu verbessern.

Das Thema U19 mit dem Team Auto Eder LV Bayern wurde auch dieses Mal wieder angesprochen. Das Problem mit der Überlegenheit der wenigen Kaderfahrer mit den übrigen Lizenznehmern der Juniorenklasse gäbe es sicher nicht, wenn wir eine größere Anzahl von Straßenrennsportlern in dieser Altersklasse hätten. Auf Wunsch des Verbandsjugendausschusses wird die U19 auch dieses Jahr wieder in den Stadler Nachwuchscup aufgenommen, LV Trainer Dr. Christian Schrot wurde diesbezüglich bereits informiert und stellt anhand des Terminplans die Rennen zusammen, die ihm für die Sichtung wichtig erscheinen. In einem mit ihm geführten Gespräch stellte er klar, dass über die gesamte Saison für Lehrgänge in Oberhaching mehr Plätze reserviert sind als für den Kader gebraucht werden. Er äußerte dabei die Hoffnung, dass Nichtkadersportler von den Einladungen auch Gebrauch machen. Weiterhin ist es – wie in der Vergangenheit auch schon geschehen – auch zukünftig möglich, sich während der Saison durch gute Leistungen für den Kader zu empfehlen.

Die Aussage des VJL über die Qualität der LV-Trainer wurde in einigen Fällen nicht geteilt. Hier gibt es sicherlich auch in Zukunft Meinungsunterschiede über die Gestaltung von Trainingsmaßnahmen. Seitens des BRV wurde und wird auch in Zukunft die Arbeit der Trainer aller Disziplinen genau beobachtet.

Im Bericht des VJL wurde erwähnt, dass alle Trainer des BRV die Ehrenkodizes zu den Themen Antidoping und sexualisierte Gewalt unterzeichnen müssen. Um zu wissen, was diese beinhalten, wird es für sinnvoll erachtet, die Texte auf der Homepage zu veröffentlichen. Die vom BRV verwendeten Kodizes sind Vorlagen der Bayer. Sportjugend. Da aber der Kodex zum Thema sexualisierte Gewalt sehr allgemein gehalten ist, wird dieser um ein paar Festlegungen erweitert, um bei diesen wichtigen Punkten von vorne herein alle Zweifel soweit wie möglich zu beseitigen.

Bemerkenswert ist sicherlich, dass alle Medaillen bei Deutschen Straßen- und Bahnmeisterschaften mit einer Ausnahme von Mädchen aus dem Bezirk Oberbayern gewonnen wurden (6 x Irschenberg, 5 x Equipe Oberland und 1x Schwalben München). Hier wäre seitens des Verbandes für diese "Schwerpunktvereine" eine Unterstützung durch den Verband wünschenswert.

Zum Thema Bertolt-Brecht-Schule Nürnberg (Eliteschule des Sports) wurde bemerkt, dass es keine Benachteiligung von Sportlern geben dürfe, die nicht an der BBS sind und trotzdem ihre Leistung bringen.

Ärgerlich waren im letzten Jahr zahlreiche Rennabsagen im September, so dass für die Sportler im Straßenbereich kaum noch Betätigungsfelder blieben. Etliche Vereine sind zur Tagung im Herbst noch nicht so weit, Renntermine festlegen zu können. Durch das "Blocken" von Terminen ist es dann schwierig, nachträglich noch freie Termine zu finden. Deshalb kam der Vorschlag, die Terminanmeldung mit 200 € zu verrechnen, 180 € dann bei Durchführung des Rennens wieder zurück zu erstatten. Dieser Vorschlag, der sicherlich nicht nur Vorteile mit sich bringt, sollte im Verbandsauschuss diskutiert und darüber beim Verbandstag abgestimmt werden.

In Bayern gibt es erfreulich viele Rennserien im MTB Bereich. Christian Lichtenberg schlug vor, an zentraler Stelle in Bayern ein MTB Rennen zu veranstalten (einen Veranstalter hätte er), das in die Rangliste aller Rennserien mit einginge. Dieser Vorschlag müsste aber erst mit den Verantwortlichen der Cup-Serien besprochen werden, das kann nicht der Verband bestimmen. Einen Versuch wäre es aber allemal wert.

Zum Abschluss bedankte sich der VJL bei den Verantwortlichen der Bezirke für ihre konstruktive Mitarbeit. Geäußerte Kritiken werden ernst genommen und führen sicherlich zu neuen Impulsen in der Jugendarbeit, zu der nicht nur die Bezirksjugendleitungen herzlich eingeladen sind.

Toni Hornung Verbandsjugendleiter