Bericht des Präsidenten anlässlich des Verbandstages am 15. März 2008 in Paulushofen
Mein Jahresbericht wird sich mit den allgemeinen Vorgängen und Vorkommnissen des BRV befassen; über die ressortspezifischen Punkte werden die Vizepräsidenten im Einzelnen berichten.
Nachdem ich als völliger "Quereinsteiger" in den Radsport am 30.03.2007 zum Präsidenten des BRV gewählt wurde, war es in der ersten Zeit meiner Präsidentschaft zunächst notwendig, den organisatorischen Aufbau und die Struktur des BRV kennenzulernen. Bei Allen die mich hierbei tatkräftig unterstützt haben, möchte ich mich ausdrücklich bedanken.
Ich habe einen wirtschaftlich stabilen Verband übernommen, wie sich in den letzten Monaten herausgestellt hat. Hierfür mein besonderer Dank an alle, die tatkräftig an der Sanierung gearbeitet und den Turnaround geschafft haben. Mein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang meinem Vorgänger Peter Streng und seinem Präsidium.
Bereits kurz nach dem Verbandstag ist es gelungen, die zwei vakant gebliebenen Vizepräsidenten, Herrn Robert Botschafter für den Hallensport und Herrn Bernd Ramming für den Breitensport, nachzubesetzen. Ein weiterer Wechsel im Präsidium steht nun in kürze an: Frau Hildegard Wicht wird aus persönlichen Gründen die Verbandsjugendleitung niederlegen. Wir, das Präsidium und ich, bedauern Hildegards Entscheidung, müssen diese aber akzeptieren. Nochmals vielen herzlichen Dank an Hildegard für ihr Engagement. Als Nachfolger konnten wir Herrn Toni Hornung gewinnen.
Wir wollen und werden die eigentlichen Aufgaben des BRV in den nächsten Jahren wieder intensiver aufnehmen und uns insbesondere in den Bereichen Jugendarbeit und Breitensport in Zukunft auf die sich immer schneller und massiver ändernden Anforderungen so einstellen, dass wir jederzeit handlungsfähig sein werden. Gleiches gilt in der Verbesserung bezüglich unserer Serviceleistungen für unsere Vereine.
Folgende Vorgänge waren im abgelaufenen Jahr von besonderer Bedeutung:
1. Klage des Bezirkes Unterfranken West gegen den BRV wegen Satzungsänderung
Wie ihnen allen bekannt sein dürfte, hat der Bezirk Unterfranken West, vertreten durch seinen Vorsitzenden Peter Berninger, Klage gegen die auf dem letzten Verbandstag beschlossene Satzungsänderung erhoben. Ende letzten Jahres wurde die Klage erstinstanzlich abgewiesen. Der Bezirk hat inzwischen Berufung eingelegt und das Verfahren ist erneut, nun in der zweiten Instanz, anhängig. Die beschlossenen Satzungsänderungen konnten deshalb bislang auch nicht im Vereinsregister eingetragen werden. Ich werde mich in diesem Bericht jeglichen Kommentars hierzu enthalten.
2. Radrennbahn Augsburg
Das Thema "Radrennbahn" Augsburg ist seit vielen Jahren anhängig und zwischenzeitlich bei allen bestens bekannt und sozusagen "totgeredet". Ich habe kurz nach meinem Antritt als Präsident mit diesem Thema Bekanntschaft gemacht und stelle fest, dass die Situation derzeit völlig festgefahren ist. Nicht nur, dass 3 Parteien an der Situation beteiligt sind, nein, 2 dieser drei Parteien sind zudem derzeit völlig zerstritten. Der BRV muß leider feststellen, dass er sowohl aufgrund der vertraglichen Situation als auch aufgrund des notwendigen finanziellen Engagements nicht in der Lage und im Interesse aller anderen Mitglieder auch nicht Willens ist, sich über das derzeitige Maß hinaus an der Lösung der vertrackten Situation zu beteiligen. Insofern können wir den, uns über die Presse aus Augsburg zugetragenen Vorwurf der mangelnden Unterstützung durch den Verband nicht nachvollziehen. Wir gehen derzeit davon aus, dass eine Lösung noch dauern wird.
3. Einradverband Bayern
Der Einradfachverband Bayern will sich neben dem BRV, dem er eindeutig zugeordnet ist, als eigenständiger Fachverband für Einradsport im BLSV etablieren. Wir haben in einem persönlichen Gespräch mit den Verantwortlichen deutlich gemacht, dass dies von uns nicht sanktioniert werden wird, wir aber den EVB herzlich in unseren Reihen begrüßen würden. Der EVB wünscht hierbei eine Sonderstellung, der wir uns aus Gründen der Gleichbehandlung aller Mitglieder jedoch verschlossen haben.
4. Deutsche Mountainbike Union
Im Oktober 2007 wurde die DMU gegründet. Es besteht innerhalb des Präsidiums Einigkeit, dass wir diesen Verband nicht anerkennen werden und unsere Rechte gegen die DMU so weit und intensiv wie möglich ausüben werden.
Soweit die Vorgänge von besonderer Bedeutung. Die Affären, die im letzten Jahr über den deutschen Radsport hereinbrachen, sind Gott sei Dank weitestgehend am BRV vorbeigegangen. Wir sind nicht so stark betroffen wie anderen LVīs oder auch der BDR, werden im nächsten Jahr aber der neuen Situation ebenfalls Rechnung tragen und im Rahmen der Präventionsarbeit verstärkt gegen Doping aufklären und Anti-Doping-Maßnahmen vornehmen. Hierzu haben wir einen beträchtlichen Betrag in den neuen Haushalt eingestellt.
Bevor ich nun zum Ende meiner Ausführungen komme, möchte ich mich nochmals ausdrücklich bei meinem Präsidium, der Geschäftsstelle in Persona Frau Jelitto und Frau Scharrer für die angenehme und konstruktive Zusammenarbeit bedanken.
Veitshöchheim im Februar 2008
Dieter Kappelsberger
ß
Präsident
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