Bericht des Vizepräsidenten für Öffentlichkeitsarbeit André Krellmann

Im Jahr 2006 ist es für den Bayerischen Radsport-Verband in jeder Hinsicht bergauf gegangen. Sportliche Erfolge, eine Konsolidierung der Verbandsfinanzen und eine geordnete Arbeit in vielen Bereichen legen davon Zeugnis ab. Zu den Erfolgen der Präsidiumsarbeit gehört zum Beispiel die Regelung der Nachfolge für den scheidenden Präsidenten Peter Streng mit Hilfe der seit Sommer 2006 eingesetzten Findungskommission. Von der Findungskommission wurde zunächst ein klar definiertes Tätigkeitsprofil erarbeitet und dann gezielt nach geeigneten Kandidaten gesucht, die zum Teil durch Vorschläge aus den Reihen der Kommission bzw. des Präsidiums, zum Teil auch durch Vorschläge von aussen eingebracht wurden.

Zu den Erfolgen gehört auch eine fortwährend steigende Akzeptanz moderner Kommunikationsmittel durch die aktiven Funktionäre in den Vereinen, durch Radsportler und nicht zuletzt Radsport-Fans. Die Website des Bayerischen Radsport-Verbands, www.brv-ev.de, wurde im Jahr 2006 von rund 306.000 Besuchern als wichtigstes Informationsmedium der Verbandsarbeit genutzt. Diese hohe Akzeptanz hatte zur Folge, dass immer häufiger Anfragen von potentiellen Inserenten gestellt wurden, die diese Schnittstelle für Werbung nutzen wollten. Auf der anderen Seite führte der hohe Informationsumsatz auf der Website auch dazu, dass die redaktionelle Arbeit im vergangenen Jahr so umfangreich wie niemals vorher war. Hier soll in Zukunft versucht werden, die Arbeit auf mehrere Schultern sinnvoll zu verteilen, damit Informationen noch zeitnäher für die Nutzer zur Verfügung gestellt werden können. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich herzlich bei Steffen Hain bedanken, der die Abteilung für Kunstradsport seit drei Jahren so umfangreich gestaltet und betreut hat, wie mir als Fachfremdem das niemals möglich gewesen wäre.

Erfolgreich und angenehm war wie im Jahr zuvor die Präsenz des BRV mit einem eigenen Stand beim Sechstagerennen in der Münchner Olympiahalle. Dank der tatkräftigen Hilfe insbesondere von Rudi Walter und Alois Stelzer waren an allen sechs Tagen und während sämtlicher Rennen kompetente Ansprechpartner am Stand. In diesem Jahr wird sich der Stand mit neuem Gesicht präsentieren - die Pläne dafür haben wir bereits beim Abbau im vergangenen Jahr gemacht.

Für das kommende Jahr stehen zahlreiche Pläne auf der Agenda. Da ist zunächst - im Falle, dass die neue Satzung beim Verbandstag beschlossen wird - die Umbenennung des Verbands zu bewältigen. Zahlreiche Dokumente müssen umgearbeitet, neue Werbematerialien und Briefpapier gestaltet werden. Ein neues Logo soll entstehen, für dessen Gestaltung ich mir einen verbandsweiten Wettbewerb vorstellen könnte. Manches Mitglied mag die Sinnhaftigkeit dieses Tuns in Frage stellen. Aber wie ein modernes Unternehmen muss sich auch ein Sportverband mit einer werbewirksamen Corporate Identity ausstatten, die einen nachhaltigen Erinnerungsfaktor und eine hohe Wahrnehmung in der Öffentlichkeit garantiert. 86,5% aller Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren in Deutschland sind im Internet unterwegs. Eine moderne und neugierig machende Darstellung über die neuen Medien dient nicht nur der Mitgliederinformation, sondern macht auch Werbung für den Verband.

Nach der finanziellen Sanierung in den vergangenen drei Jahren steht nun der Aufbruch des Bayerischen Radsport-Verbandes in die Zukunft auf dem Programm. Der demographische Wandel, rückläufige Geburtenraten und eine steigende Zahl alter Menschen, dazu die Gymnasialreform mit enorm gestiegenen schulischen Anforderungen an die Jugendlichen muss mit neuen Konzepten aufgefangen werden. Mehr als das: es geht nicht nur um die Bewahrung bisheriger Zustände. Der Wandel eröffnet neue Möglichkeiten, neue Zielgruppen, die ermittelt und angesprochen werden müssen. Die Potentiale sind vorhanden, nun müssen wir sie nutzen und unseren Verband fit für die kommenden Jahrzehnte machen.

André Krellmann

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